Constructive News & Earth Democracy, IMV Newsletter Oktober 2018

Liebe Interessierte,

wir wollen einmal aus den etablierten Diskursmaschinen aussteigen, weil sie sich im Kreis drehen und wenig produktiv sind. Und weil wir aus den Kognitionswissenschaften wissen, dass Verneinung und Gegenrede nicht erkannt werden und so wirksam sind, dass sie nicht die Boshaftigkeiten noch gar verstärken. Deshalb nun und in loser Folge immer wieder Good News – nicht, weil wir die Welt durch eine verklärte Brille sehen wollen, sondern in dem Wissen, dass diese von Medien oft genug unterschlagen werden und somit nicht in gleicher Weise wirksam werden können, wie Hass & Hetze.

Schon jetzt werden genug Nahrungsmittel auf der Welt produziert, sie erreichen nur nicht alle Menschen gleichermaßen. Und sie könnten gesünder produziert werden…
https://www.euractiv.com/section/agriculture-food/news/agroecology-can-feed-europe-pesticide-free-in-2050-new-study-finds. Und die Aussähfähigkeit von Saatgut muss erhalten werden, damit es überhaupt noch lohnt über Selbstbestimmung und Demokratie nachzudenken: http://www.navdanya.org/earth-democracy.

Zum Konzept der Earth-Democracy gibt es in Lateinamerika viele Initiativen, die die Persönlichkeitsrechte von Mutter Erde stärken. Ein wichtiges Buch zum Thema schrieb Dr. Vandana Shiva aus Indien und betont dabei die relevanten Zusammenhänge „Erd Demokratie – Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und Frieden: https://www.hkw.de/de/programm/projekte/veranstaltung/p_62071.php 2011 war sie zum Thema im Haus der Kulturen der Welt in Berlin eingeladen. Man wünscht, man lüde sie zu Wirtschaftsgipfeln ein.

Zusammen mit Prof. Maria Mies weist Shiva in ihrem gemeinsamen Buch „Ökofeminismus“ auf den Zusammenhang zwischen ungerechter Ausbeute und Gewalt und dem Patriarchat hin: http://www.agspak-buecher.de/epages/15458842.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/15458842/Products/%22M%20312%22. Tatsächlich verweist auf die FAO (die UN-Organisation für weltweite Ernährung) seit langem und immer wieder darauf, dass Frauen die Welternährung sichern (können): http://www.fao.org/english/newsroom/highlights/1998/980305-e.htm. Maria Mies sah darin ihre Lebensaufgabe, Zusammenhänge herzustellen zwischen Themen, die nur allzu oft einzeln verhandelt und damit geschwächt werden: http://www.wloe.org/Texte-von-Maria-Mies.610.0.html; siehe u.a. zum Stichwort „Subsidiärwirtschaft“.

Dies weist Wege aus der globalen Krise, die auch Ilja Trojanow und Thomas Gebauer (medico international) thematisieren… https://www.medico.de/hilfe-hilfe-17119. Einzelprojekte, wie die der Solidarischen Landwirtschaft, zeigen, dass mehr anders geht: https://www.solidarische-landwirtschaft.org/mediathek/filme. Wie auch in dem Film „Tomorrow“: http://www.tomorrow-derfilm.de. Wieder eher Problem-orientiert sind Lehrfilme für Globales Lernen, die aber viel Grundlagenwissen vermitteln: https://www.globaleslernen.de/de/bildungsmaterialien/multimedia-angebote-fuer-globales-lernen/filmedvds-mit-begleitmaterial. Zur Analyse darf auch gerne Naomi Klein herangezogen werden: https://www.youtube.com/watch?v=_Y_YLa_JPy0 und weitere…

Aber, wir wollen und bitte alle, sich daran zu beteiligen, für ein neues Informationsportal „Constructive News für die Zukunft“ Material zuammen tragen, das den Kern des Lebens – für alle und gerecht – in sich trägt, und nicht am Dagegen festkleben bleibt. Welcome!