Woche der Transparenz + IMV News, IMV Newsletter Mai 2017

Sehr geehrte Damen und Herren, in der 20. KW findet wieder unsere Woche der Transparenz statt. Deshalb finden Sie diesmal die IMV-News ganz oben. Bitte helfen Sie uns, die Information zu verbreiten! Außerdem weisen wir auf einige Informationen zum Thema Medienbildung sowie interessante Veranstaltungen hin. IMV-News

Eine Woche Transparenz

Ankündigung als pdf Das Institut für Medienverantwortung hat im Jahr 2005 eine bundesweite Initiative der Medientransparenz ins Leben gerufen. In diesem Jahr möchten wir wieder alle Medien dazu auffordern, an dieser Initiative teilzunehmen und damit die Medien für den Nutzer transparenter zu machen. Ziel ist es, dass während einer Woche im Jahr in selbst gewählten Medienberichten eine kurze Info vorgeschaltet wird, wie der jeweilige Beitrag zustande gekommen ist, warum er ausgewählt wurde, warum ihm welches Bild zugeordnet wurde usw. Dies hat den lohnenden Effekt, dass für das Medienpublikum, die Leser, Hörer und Zuschauer, das Geschehen hinter den Medienprodukten durchschaubarer wird. Dieser aktive Beitrag der Medien dient dazu, dass sie wieder mehr als Interakteure an öffentlichen Diskursen wahrgenommen werden und nicht als verschworene Blackbox. Die Aufmerksamkeit der Mediennutzer erhöht sich, wenn sie sich als aktiven Teil begreifen und nicht als bloße Konsumenten. Außerdem ist mit der Initiative der Medientransparenz auch ein Qualitätsstandard von Medienseite deutlich zu machen. Die Woche der Transparenz 2017 findet in der KW 20 vom 15. bis 21. Mai statt – gerne stehen wir Ihnen für Fragen zur Verfügung – bitte nutzen Sie das Kontaktformular oder hinterlassen Sie einen Kommentar. Sollten Sie „transparente“ Beiträge sehen, freuen wir uns über einen Screenshot oder Scan für unser internes Archiv! Hinweis auf eine Veranstaltung mit Dr. Sabine Schiffer in Berlin: 04.05.17 ab 19 Uhr Veranstaltungsreihe: Medientage 2017 der UnAufgefordert Podiumsdiskussion: Fürchtet euch nicht? Wie Medien der Angst in der Gesellschaft begegnen sollten https://www.hu-berlin.de/de/service/veranstaltungen/veranstaltungen_neu?stat=show&vk_id=6116


Am 3. Mai ist der Internationale Tag der Pressefreiheit Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di hat aus Anlass des internationalen Tags der Pressefreiheit am 3. Mai 2017 den Generalsekretär der türkischen Journalistengewerkschaft TGS, Mustafa Kuleli, nach Deutschland eingeladen. Kuleli wird ab dem 4. Mai in 2017 Stuttgart, Frankfurt/Main, Braunschweig, Hamburg und Berlin über die Situation der Pressefreiheit, die Arbeitsmöglichkeiten türkischer Medienschaffender und den Aufbau beziehungsweise die Notwendigkeit alternativer Informationsangebote im Internet informieren. Die Veranstaltungen stehen unter dem Motto „Journalismus ist kein Verbrechen“. Auf der Seite https://dju.verdi.de/++co++3c1cd434-d7df-11e5-9553-525400248a66 finden Sie eine Übersicht über die Veranstaltungen zum Tag der Pressefreiheit sowie weitere Informationen über die Stationen der Deutschlandreise von Mustafa Kuleli Die Otto-Brenner-Stiftung vergibt zum dreizehnten Mal ihren Preis für kritischen Journalismus 2017 schreibt die Otto Brenner Stiftung https://www.otto-brenner-stiftung.de/ ihren Preis für kritischen Journalismus zum dreizehnten Mal aus. Unser Preis steht unter dem Motto: „Gründliche Recherche statt bestellter Wahrheiten!“. Der Bewerbungszeitraum der Ausschreibung 2017 ist am 1. April angelaufen und wir nehmen bis einschließlich 30. Juni 2017 Bewerbungen entgegen. Der Preis wird in fünf Kategorien vergeben und ist mit einem Preisgeld von insgesamt 47.000 Euro dotiert. 2017 werden auch wieder drei Recherche-Stipendien (je 5.000 Euro) ausgeschrieben. Informationen zum Bewerbungsverfahren, zur Preis-Jury und zu bisherigen Preisträgern sind unter www.otto-brenner-preis.de zu finden. Die unabhängige Jury https://www.otto-brenner-preis.de/die-jury.html tagt am 19. September, die Preise werden am 21. November in Berlin überreicht.


Aus dem Verteiler Medienbildung: (für den Sie sich gerne bei uns anmelden können) Das Stakeholderpanel zur Technikfolgenabschätzung befragt im Auftrag des Bundestages gesellschaftliche Akteure und Interessengruppen zu unterschiedlichen Themen aus dem Bereich der wissenschaftlich-technischen Entwicklung. Bei der jetzt veröffentlichten Befragung geht es um „Neue elektronische Medien und Gefahrenpotenziale exzessiver Nutzung“, und der Verein Mediengewalt e.V. hat in seinem Blog die Ergebnisse kritisch besprochen – nachzulesen hierAus dem Blog generationmedien.de Der Beitrag „Digitalisierungsfolge“ beschäftigt sich mit den Konsequenzen der Digitalisierung für unsere zwischenmenschlichen Kontakte – ein Aspekt, der oft – zu oft – unter den Tisch fällt. Gerald Lembke und Robert Campe stellen Entwicklungen im Kommunikationsverhalten fest, die erschreckend sind. Spieletip: Lügen und damit gewinnen, das ist die Basis des Browserspiels „Fake it to make it“ (Deutsch etwa „Tu so als ob, um es zu schaffen“), bei dem der Spieler für Nachrichtenseiten im Web zuständig ist, die möglichst viele Klicks erhalten müssen um profitabel zu sein. Ob diese Nachrichten nun stimmen oder nicht, ist nicht relevant für den Profit – Hauptsache es wird geklickt. Das Spiel ist nur auf Englisch, wer die nötigen Sprachkenntnisse hat wird es aber selbsterklärend finden und schnell Spaß daran haben, möglichst abstruse Nachrichten mit möglichst hohem „Klickpotenzial“ zur passenden Zielgruppe zu schicken – und vielleicht damit virtuell reich zu werden. Diskussion: Programmieren lernen in der Schule, sinnvoll oder überflüssig? Matthias Burchard (Bildungsphilosoph) befürwortet laut diesem Interview des österreichischen Standard die Beschäftigung mit Programmiersprachen in der Schule über mindestens ein Jahr. Sascha Lobo, Kolumnist auf Spiegel Online, sagt „Programmieren lernen hilft nicht“. Was ist nun richtig? Und wie sollen Eltern das entscheiden, wenn nicht mal die Experten sich einig sind? Gerne können sie direkt im Blog kommentieren und mitdiskutieren!